Logopädische Praxis Koch - Fragen & Antworten

Ist eine Therapie überhaupt nötig?

Ob ein Kind beim Spracherwerb Unterstützung benötigt, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

 

  • Wie stark ist das Kind in seiner Kommunikationsfähigkeit tatsächlich eingeschränkt?Kann es sich gut verständlich machen oder führen die Sprachauffälligkeiten zu Missverständnissen?

 

  • Wie ist das subjektive Empfinden des Kindes: fühlt es sich benachteiligt, leidet es unter der Reaktion anderer oder kommt es gut damit zurecht?

 

  • Wie ist die Gesamtentwicklung des Kindes?


Im Zweifelsfall ist es sinnvoll sich bei einem persönlichen Gespräch in unserer Praxis weitere Informationen einzuholen und sich dann ggf. bei einem Arzt ein Rezept zu besorgen.

 


Ab welchem Alter ist eine Therapie sinnvoll?

Hier stehen die Bedürfnisse und Interessen des Kindes im Mittelpunkt.

Da der Einschulungstermin ein wichtiges Datum darstellt, sollte eine Therapie so früh erfolgen, dass bis zum Schulbeginn genügend Zeit bleibt, um in der Therapie eine angemessene Kommunikationsfähigkeit v.a. auch im Hinblick auf den Lese- u. Rechtschreiberwerb zu erreichen.

Ein Beratungsgespräch sollte aber bei Bedarf auch schon bei 3-jährigen oder sogar noch jüngeren Kindern erfolgen, um Unsicherheiten zu nehmen und Möglichkeiten der Förderung und Therapie aufzuzeigen.

 


Wie kommt man zu einer Beratung/Therapie?

Wenn die Kosten für das Beratungsgespräch bzw. die Therapie von der Krankenkasse übernommen werden soll, ist ein Rezept bzw. eine Heilmittelverordnung eines Arztes (Kinder- od. evtl. Hausarzt, HNO-Arzt od. Phoniater) notwendig.

 


Wie häufig geht mein Kind in die Therapie?

In Absprache mit den Eltern, auch unter Berücksichtigung der Störung und des Alters des Kindes sowie entsprechend der Vorgaben der jeweiligen ärztlichen Verordnung wird entschieden wie häufig das Kind in die Sprachtherapie kommt. In der Regel kommen die Kinder 1x ggf. 2x wöchentlich für 45 Min. im Rahmen einer Einzeltherapie zu uns.

 


Sollen die Eltern dabei sein?

Grundsätzlich kann eine Therapie mit und ohne die Anwesenheit der Eltern stattfinden und erfolgreich sein. Sind die Eltern dabei können sie direkt Anteil an der Entwicklung ihres Kindes nehmen, die Therapeutin beobachten und dadurch Anregungen für den Alltag mit ihrem Kind erhalten. Der Vorteil der Therapie ohne Eltern ist, dass sich die Kinder freier bewegen, besser auf die Therapeutin einstellen und nicht zusätzlich noch ihr „Können“ vor den Eltern beweisen müssen. Wir führen die Therapie nach einer „Kennlernphase“ in der Regel ohne die Eltern durch, jedoch werden die Eltern stets am Ende der Stunde informiert oder sind phasenweise in Teilen einzelner Therapiestunden anwesend.

 


Was geschieht in der Therapie mit unserem Kind?

Sprachtherapie zielt nicht nur auf die Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten ab, sondern soll die gesamte Entwicklung des Kindes fördern. Das Kind soll seine Fähigkeiten zeigen und erweitern und auf diese Weise auch sein Selbstbewusstsein steigern können. Im Anschluss an ein Kennenlernen wird die Therapeutin im Rahmen einer Diagnostik z.B. mittels Testverfahren oder auch im freien Spiel versuchen die Auffälligkeiten einzugrenzen, die beim Kind individuell bestehen. Anschließend wird ein Therapieplan erstellt, der vielen kleine -in Spielideen verpackte- Ziele beinhaltet, die den Ablauf der einzelnen Therapiestunden bestimmen. Der Stundenablauf selbst kann je nach Therapeutin, Wünschen und Fähigkeiten des Kindes, Art der Auffälligkeit und Therapiestadium sehr variieren.

 


Wie lange wird die Therapie dauern und wie sind die Erfolgsaussichten?

Den größten Einfluss auf die Dauer und den Erfolg haben Art und Umfang der sprachlichen Auffälligkeiten, die Motivation des Kindes und die Beziehung zwischen Kind und Therapeutin.

Im Einzelfall dauert eine Therapie wenige Stunden, häufiger jedoch Monate oder auch mehrere Jahre. Es kann jedoch gerade bei längeren Behandlungen im Verlauf durchaus sinnvoll sein zwischen einzelnen Abschnitten Pausen zu machen, um erworbene Fähigkeiten zu festigen und im Alltag zu erproben.

Zwar steht bei vielen Eltern die Frage nach der Dauer im Vordergrund, aber es ist v.a. auch für das Kind wesentlich leichter, wenn immer nur an die nächsten Schritte und nicht an den ganzen langen Weg gedacht wird.

Der Erfolg der Therapie ist zusätzlich auch noch vom Gesamtzusammenhang der kindlichen Entwicklung abhängig. Die Therapie ist nur ein kleiner Teil der Lebenswelt des Kindes, viele weitere Einflüsse wirken sich noch auf das Denken, die Gefühle und das Sozialverhalten des Kindes aus. Erfolg bedeutet auch nicht in jedem Fall die „völlige Normalisierung“, es ist durchaus auch ein Erfolg, wenn sich die sprachlichen Auffälligkeiten „nur“ verbessern oder das Kind mit seiner Situation einfach besser umgehen kann.

 


Wer übernimmt die Kosten für die Behandlung?

Sofern ein Rezept vorliegt, übernehmen die Krankenkassen in der Regel die Kosten für eine sprachtherapeutische Behandlung. Kinder unter 18 Jahren sind dabei von der Zuzahlung befreit.

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